Hintergrund B172a

Übersicht – Zeitabläufe Bau / Planung OU Pirna

 

Mit der Grundsatzentscheidung der Regionalplanung aus dem Jahr 1992 die B172 aus Pirna heraus zu verlegen, die überörtliche Anbindung des Verkehrsraumes über die zu bauende BAB A 17 und mit einem Ausbau der Süd-Ost-Umfahrung Dresden (B172a – S177) bis zum Anschluss an die BAB A4 über Radeberg zu koppeln, ist auch der Startschuss für den Bau der späteren „Sachsenbrücke“ in Pirna gefallen. Die erste „Großinvestition“ des Gesamtpaketes.

Alle weiteren Bauvorhaben des Landkreises Sächsische Schweiz die Infrastruktur in diesem Bereich betreffend sind an diesem Grundsatz orientiert worden.

Der 4-streifige Ausbau der Königsteiner Str. wurde deshalb nicht über die Schandauer Str. fortgeführt, weil diese nach Fertigbau der Südumfahrung zur Staatsstr. herabgestuft werden soll.

So wurde z.B. das Klinikum Pirna nicht am Kohlberg (Nähe Autobahn) gebaut, sondern im Vertrauen auf die noch kommende Anbindung auf dem Sonnenstein. Das führte auch zur Revitalisierung von Teilen der alten Strömungsmaschinen-Gelände.
Zahlreiche Investoren, wie z.B. die Papierfabrik in Königstein haben sich bei Ihren Entscheidungen hier zu investieren auf die zu erwartende schnelle Anbindung zur Autobahn verlassen.

Ziel ist es immer gewesen, die B 172 über den Autobahnzubringer und die Südumfahrung umzuleiten.

 

  1. 1. Bauabschnitt (Kunstseidensiedlung bis Sachsenbrücke)  4-streifiger Ausbau
     Fertigstellung: 08/2000

     

  2. 2. Bauabschnitt (Sachsenbrücke bis Autobahn –genannt Zubringer B 172a)
    Fertigstellung: 10/2004

     

  3. 3. Bauabschnitt (Ortsumfahrung [OU] Pirna)
    Fertigstellung: ???????

 

Für den 3. BA hier die Abläufe im Detail:

1997                Verkehrsuntersuchung zu verschiedenen Linien

2001                Linienentwurf steht

11/2002            Sächsisches Staatsministerium (SMWA) – Vorplanung genehmigt

07/2002            Bundesverkehrsministerium (BMVBS) erteilt Linienbestimmung

04/2009            SMWA stimmt dem Entwurf zu

                              Antrag auf Sichtvermerk an das Bundesverkehrsministerium

11/2009            Bundesverkehrsministerium – Gesehen vermerk

Hinweis: Planfeststellungsverfahren muss vom Land Sachsen vorgelegt werden, damit der Bund die Mittel in den Haushalt einstellen kann

Zeitgleich wird der Antrag auf Planfeststellung bei der Regierungspräsidium Dresden (jetzt Landesdirektion Dresden –LDD-) durch den Verfahrensträger DEGES gestellt.

04/2010            Auslegung Planfeststellungsverfahren

                        (Behördenstellungnahmen schon vor April 2010)

06/2011            Erörterungen / Abwägungen beginnen

09/2011          rechtswidriger Stopp der Planung durch das SMWA (StM Morlock)
                      mit nachteiligen Umplanungen der Anbindung auf dem Sonnenstein

11/2015          Erlass Planfeststellungsbeschluss – damit Baurecht für die Trasse
                       (aber auch Beginn der Klagemöglichkeit gegen den Beschluss)

04.03.2016     Ende der Klagefrist gegen den Planfeststellungsbeschluss, da keine
                       Klage eingegangen ist, liegt ab diesem Datum gültiges Baurecht vor.

05/2016        Massive Intervention von MdB Klaus Brähmig beim SMWA, warum das
                     planfestgestellte Projekt noch immer nicht als zu bauen nach Berlin
                     gemeldet wurde. Androhung von Offenlegung der Behinderung des SMWA.

21.09.2016    Bundesverkehrsminister Alexander Dobrint gibt in Anwesenheit vom
                     MdB Klaus Brähmig die Mittel für das inzwischen 97 Mio.-Euro Projekt
                     Südumfahung Pirna (3. BA OU Pirna) frei.
                      Ausschreibungen und Bauvorbereitungen können beginnen!