Interview des Sprechers der BI, Klaus Leroff mit der Sächsischen Zeitung

September 22nd, 2016 by BI-B172

Der Sprecher der Bi-B172, Klaus Leroff gab heute der SZ ein Interview mit folgendem Inhalt:

SZ: Ist die Bürgerinitiative mit der Entscheidung aus dem Bundesverkehrsministerium jetzt am Ziel ihrer Wünsche angekommen?

Leroff: Am Ziel aller Wünsche angekommen – Nein. Aber die BI ist sehr zufrieden damit, das nun endlich mit dem Bau begonnen werden kann, nachdem der ehemalige FDP Minister Morlock über Jahre die Realisierung verhindert hat. Während der Bauphase erwartet die BI aber die nochmalige Prüfung des „Knoten“ Krietzschwitz, da die jetzige Planung eine Ampellösung vorsieht, die eher den Verkehr bremst und damit Stau und auch zusätzliche Umweltbelastungen bedeuten.

 

SZ: Um die Straße wogte lange ein Hin und Her. Haben Sie je daran gezweifelt, dass dieses Großprojekt gelingt?

Leroff: Zweifel hatte die BI nie, da durch eine gute Vernetzung mit MdB´s und der Politik im BMVM sichtbar war, dass es dazu keine Alternativen gibt. Auch wurde durch Wechsel in der Führung des Staatsministeriums für Verkehr in Sachsen deutlich, dass die politische Wahrnehmung eine andere wurde. Selbst die nicht vorhandene Unterstützung bei den Landtagskandidaten hat uns nie zweifeln lassen.

 

SZ: Vorteile bringt die Südumfahrung aus Ihrer Sicht, warum haben Sie sie immer wieder eingefordert?

Leroff: Neben der Führung des Verkehrs im Osten der Stadt Dresden sieht die BI große Vorteile für das Kreisgebiet im Bereich der Kommunen, die im Elbtal liegen und sehr stark auf Tourismus angewiesen sind. Ein ganz wesentlicher Punkt ist aber, dass die Bürger im Raum Pirna endlich von Verkehr entlastet  wird, der neben den Lebensbedingungen auch die Wohnattraktivität erhöht. Hinzu wird die mittelständische Wirtschaft in der Region gestärkt und die Region für Investoren interessanter.

 

SZ: Bringt die Trasse möglicherweise auch Nachteile mit sich, beispielsweise den, dass dann unter Umständen viele Menschen an Pirna vorbeifahren?

Leroff: Dieses Argument wird oft angeführt. Jedoch hat sich überall in der Bundesrepublik gezeigt, dass wenn Innenstädte und die dort ansässigen Händler glauben davon abhängig zu sein dies ein Trugschluss ist. Die Stadt Pirna hat eine hohe Attraktivität durch ihre Geschichte, ihre Bauwerke und auch durch die ansässigen Geschäfte. Es liegt an den Händlern selbst, gemeinsam mit der Stadt, diese Attraktivität zu steigern und damit mehr Kaufkraft in die Stadt zu holen. Es gilt aber auch, dass die eigenen Bürger sich bewusst machen müssen, dass nur wer in Pirna einkauft auch den Handel in Pirna stärkt und damit sichert, dass ein interessantes Angebot sich halten kann.

 

SZ: Die Trasse kostet rund 97 Millionen. Wie lässt sich das nach außen vermitteln, dass eine solch gewaltige Summe für ein einziges Straßenbauprojekt nach Pirna fließt?

Leroff: Hätte ein Herr Morlock FDP nicht Jahrelang die Baumaßnahme behindert, wären schon einige Millionen gespart worden (Preissteigerungen). Diese Investition, abgesehen von den schon genannten Argumenten, rechnet sich Volkswirtschaftlich auch deshalb, da damit Verkehr entzerrt wird und hoch belastete Straßen und Brücken für eine Sanierung in Angriff genommen werden können. Eine solche Investition in unserem Landkreis, die unbestritten hoch ist, hat aber für die Region und damit für die hier lebenden Menschen Vorteile, die für eine zukünftige Entwicklung und damit neue Arbeitsplätze schafft und bestehende Arbeitsplätze sichert.

 

SZ: Wie wird die Bürgerinitiative das Straßenprojekt weiter begleiten?

Leroff: Die BI wird die einzelnen Baufortschritte mit den zuständigen Behörden begleiten in dem in Gesprächen immer wieder nachgefragt wird wie der Sachstand und die Kostenentwicklung ist. Auch wollen wir versuchen, dass durch die Baumaßnahmen möglichst wenige Behinderungen im vorhandenen Straßennetz entstehen, wobei klar ist, dass es solche Behinderungen geben wird. Da aber zu Beginn der „Tunnel“ und die Brücken erstellt werden müssen, dürften Anfangs keine allzu großen Probleme auftreten.

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